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In der Liga-Zeitung berichten Trainer über News ihres Vereins und verdienen sich so pro ZAT ab 80 Worten 0,3 Punkte TK-Bonus. Ab 120 Worten sogar 0,4!

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Der Untergang des U-Boots

ZAT 7, nordic für Villarreal C.F. am 29.06.2026, 06:50

Man holt sechs Punkte und rutscht trotzdem in der Tabelle ab. Der Wahnsinn der Primera nimmt ihren Lauf und damit auch der Untergang des einst so stolzen U-Bootes. Es befindet sich nicht nur Wasser im Rumpf, das Boot ist vollgelaufen bis zum Anschlag und es scheint als bedürfe es einer Generalüberholung wenn man sich vom Meeeresboden irgendwann einmal wieder über Wasser bewegen möchte. Doch der Weg dahin und zur nächsten Werft ist lang. Irgendwie muss man noch 12 Spiele absolvieren und das mit der Motivation eines Hamsters ohne Hamsterrad. Also hilft es nichts, wird werden uns weiter durchquälen, das neue Saisonziel ist ernüchternd: einen einstelligen Tabellenplatz. Und alleine diese Ankündigung ist in Villarreal ein weiterer Schockmoment nach den bitteren letzten beiden Wochen.

129 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Der heilige Wein

ZAT 6, El Sansi für Sevilla FC am 26.06.2026, 22:05

Im kleinen Vorbereitungsraum der Kirche von Dos Hermanos herrschte eine Stimmung, als stünde das Jüngste Gericht unmittelbar bevor. Nicht in der großen Hauptkirche, in der die Touristen täglich ihre Fotos machten, sondern in jenem unscheinbaren Nebenraum, in dem sich Padre Pedro normalerweise auf seine Messen vorbereitete, wurde traditionell die wahre Zukunft des FC Sevilla besprochen. An diesem Abend waren nur drei Personen anwesend: Padre Pedro, der Haus- und-Hof-Geistliche des Vereins, Trainer El Sansi und Oma Ana. Wobei letzteres eine grobe Untertreibung war. Offiziell galt Oma Ana als freundliche Rentnerin. Inoffiziell wusste ganz Dos Hermanos, dass sie der eigentliche Boss des FC Sevilla war.

Die letzten Wochen hatten allerdings selbst die eiserne Oma Ana an ihre Grenzen gebracht. Die Achterbahnfahrt von Sevilla hatte ihre Nerven derart strapaziert, dass sie bereits nach wenigen Minuten beschlossen hatte, den Messwein einer deutlich sinnvolleren Verwendung zuzuführen als der ursprünglich geplanten. Während Padre Pedro noch überlegte, ob dies theologisch vertretbar sei, hatte Oma Ana bereits den ersten Schluck genommen. Nach den letzten drei Spieltagen konnte ihr das niemand verdenken.

Alles hatte mit dem sensationellen 3:0 gegen Real Madrid begonnen. In Dos Hermanos sprach man inzwischen vom "Wunder der drei Tore", während sich die Experten in Madrid noch immer fragten, ob Real tatsächlich erschienen war oder lediglich elf Statisten in weißen Trikots auf dem Platz standen. Kaum hatte sich die Euphorie gelegt, folgte das völlig verrückte 4:4 gegen Getafe. Ein Spiel, das gleichzeitig wie ein Offensivfestival und ein Verbrechen gegen jede Form von Defensivarbeit wirkte. Historiker streiten bis heute darüber, ob in dieser Partie überhaupt Verteidiger auf dem Feld standen oder ob beide Trainer versehentlich nur Stürmer aufgestellt hatten. Für Oma Ana jedenfalls fühlte sich jede Minute wie eine Herzoperation ohne Betäubung an.

Gerade als die gesamte Gemeinde von Dos Hermanos kollektiv die Nerven verlor, lieferte Sevilla gegen Granada das genaue Gegenteil ab. Kein Wahnsinn. Keine acht Tore. Keine Katastrophe. Einfach ein solides 1:0 gegen einen direkten Konkurrenten. Ein Ergebnis, das bei jedem anderen Verein kaum für Aufsehen gesorgt hätte, in Sevilla jedoch beinahe als übernatürliches Ereignis gefeiert wurde.

So kam es, dass El Sansi zu Beginn der Rückrunde plötzlich auf Platz vier der Tabelle stand. Punktgleich mit Deportivo La Coruña, UD Ibiza und Granada. Noch vor wenigen Wochen hatte Sevilla im Tabellenmittelfeld herumgeirrt, jetzt sprach halb Andalusien wieder von der Champions League. Genau das bereitete Oma Ana allerdings die größten Sorgen. Die Punkte, die Siege und die Tabellenposition machten ihr weit weniger Angst als die plötzlich aufkommenden Hoffnungen. Aus jahrzehntelanger Erfahrung wusste sie, dass der FC Sevilla immer dann am gefährlichsten war, wenn seine Anhänger begannen zu glauben, alles würde nach Plan laufen.

Während El Sansi bereits von der Rückrunde träumte und Padre Pedro vorsorglich weitere Kerzen für die kommenden Spieltage bestellte, blickte Oma Ana auf die Tabelle, dann auf die beinahe leere Karaffe Messwein und schließlich zum Himmel. Nach den letzten drei Spielen war sie sich nicht mehr sicher, ob Sevilla tatsächlich Fußball spielte oder ob der Verein lediglich ein besonders raffinierter Test für die menschliche Belastbarkeit war. Eines stand jedoch fest: Wenn die Rückrunde genauso verlief wie die letzten drei Partien, würde die Kirche von Dos Hermanos bald dringend Nachschub an Messwein benötigen.

595 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Saisonziel so gut wie verfehlt

ZAT 6, nordic für Villarreal C.F. am 24.06.2026, 23:16

Da schlägt der Taurus uns ein Schnippchen und klaut uns die Heimpunkte. Das wars dann wohl mit Titelkampf und Champions League. Nun ja, hilft ja nix, manchmal verliert man und manchmal gewinnen die anderen. Und wer weiß, vielleicht schafft man es ja doch nochmal irgendwie an die Top5 ranzukommen zum Ende hin. Aber man spürt deutlich die hohe Belastung des Trainers an zu vielen Fronten aktuell. Gleichzeitig schaut man etwas bedenklich auf die Liga. Real und Barca wurden frei, normalerweise Vereine die im Handumdrehen neu besetzt sind. Man kann nur hoffen, dass der ein oder andere von außerhalb in die Liga kommt. Vier trainerlose Teams hatten wir schon lange nicht mehr und bedeuten immerhin 25% der Liga unbesetzt. Hoffen wir, dass das nicht allzu lange so bleibt. 

Forza

131 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Rückrunde

ZAT 6, Schnittmaschinesyro für CA Osasuna am 24.06.2026, 06:00

Hallo zusammen, es startet bereits die Rückrunde. Wie schnell doch die Zeit vergeht. 
Nach 15 Spietagen führt Deportivo la Coruna mit 28 Punkten die Tabelle an.
 Es folgen UD Ibiza, Granada C.F., und Sevilla auf den Plätzen 2 bis 4. Alle haben ebenfalls 28 Punkte am Konto. 
 Celta Vigo und Athletico Madrid halten bei 27 Punkten. 
Wir liegen auf Platz  8 mit 25 Punkten.
2 Heimsiege mit je 4:0 gegen  UD Ibiza und Villarreal brachten uns diesen Tabellenplatz. Auswärts verloren wir bei Real San Sebastian mit 1:0.
 Daheim starten wir die Rückrunde gegen das trainerlose Real Madrid (Platz 14) , auswärts spielen wir gegen Getafe (Platz 13).
 Das dritte Spiel bringt uns ein Heimspiel gegen Malaga (Platz 15).

126 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Liga ok, Europa Aus

ZAT 5, nordic für Villarreal C.F. am 20.06.2026, 15:31

Es wurde Rioja anstatt des San Miguels. Eine Heimniederlage gegen den Sevilla FC hätten wir nämlich ebenso schlecht verkraftet wie der Kollege den verpatzten Auswärtsangriff. Während man in der Liga oben dran bleibt ist man aus der Conference League raus. Gladbach spart übermäßig TK gegen die Roma und so sorgt das schlechtere Torverhältnis für Platz 3 und das frühzeitige Aus. Bitter, bitter. Generell hatt Spanien sich in der 1. Gruppenphase nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Den dritten Platz in der 5-Jahres-Wertung verteidigt man erstmal aber dennoch. Wir drücken den verbliebenen Trainern die Daumen, dass alle gut durch die nächste Runde kommen. Und in der Liga drücken wir wie immer nur uns selber die Daumen, dass wir die gute Ausgangsposition am Wochenende verteidigen und uns so gut zur Rückrunde platzieren. 

Forza

142 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Es gibt nur einen Weg

ZAT 5, El Sansi für Sevilla FC am 19.06.2026, 19:30

Nach der Niederlage gegen Villarreal hatte El Sansi nicht vor, sich der Realität im Stadion zu stellen, sondern der Realität im 100 Montaditos zu entkommen. Das gelbe U-Boot hatte Sevilla vorher einmal mehr auf Tauchstation geschickt, mit einer Effizienz, die fast schon unhöflich wirkte, und den Trainer in einem Zustand zurückgelassen, in dem man nicht mehr über Taktik nachdenkt, sondern nur noch über das nächste Brot mit irgendetwas drauf.

Im 100 Montaditos wurde die Welt dann wieder einfach. Körbe voller Mini-Sandwiches, ein Cruzcampo in der Hand und eine Tabelle vor Augen, die erstaunlich beruhigend wirkte. Platz 7 stand dort wie ein alter Bekannter, der immer dann auftaucht, wenn alles leicht chaotisch wird und trotzdem irgendwie passt. Kein Drama, keine Titelversprechen, keine Pressekonferenz-Gewitter. Nur dieser eine Bereich der Tabelle, der sich anfühlt wie ein Dauervertrag zwischen Sevilla und dem Mittelmaß mit Stil.

Dann kam Oma Ana.

Nicht leise, nicht langsam, sondern so selbstverständlich, als wäre sie Teil der Inneneinrichtung des Ladens. Und sie hatte ihn dabei: den legendären Rioja. Aber diesmal nicht als Begleitung, sondern als Werkzeug. Als Waffe. Als Urteil. Der Kellner stellte das Glas hin, und schon in dem Moment veränderte sich die Atmosphäre im Laden, als hätte jemand kurz den Schwierigkeitsgrad des Abends erhöht.

Oma Ana betrachtete El Sansi, dann den Rioja, dann die Montaditos, und entschied sich für die Reihenfolge der Zerstörung.

Zuerst der Rioja. Ein einziger Schluck, und schon war klar, dass dieser Wein nicht zum Trinken existiert, sondern zum Kommentieren. Danach ein Blick auf die Tabelle, Platz 7, und sofort wurde aus einem Tabellenplatz eine Diagnose. Nicht schlecht, aber auch nie gefährlich gut. Genau richtig, um Sevilla zu sein, aber nie ganz richtig, um Sevilla zufrieden zu machen.

Während El Sansi versuchte, die Niederlage gegen Villarreal mental zwischen zwei Montaditos zu verstecken, setzte Oma Ana den Rioja wie ein taktisches Instrument ein. Jeder Schluck war eine kleine Bewertung, jede Pause zwischen den Montaditos eine neue Analyse, und jeder Blick auf Cruzcampo im Glas des Trainers eine Erinnerung daran, dass Frustbewältigung in Sevilla eine doppelte Lizenz hat: Essen und Wein.

El Sansi wurde mit jedem Montadito entspannter, während der Rioja gleichzeitig alles ein bisschen schlimmer und gleichzeitig ehrlicher machte. Die Niederlage wurde nicht vergessen, sondern neu sortiert, sauber abgelegt zwischen „unnötig“ und „typisch“. Villarreal war irgendwann nur noch ein gelbes Geräusch in der Ferne, während der Abend sich komplett auf den Tisch konzentrierte.

420 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Nichts weiss man

ZAT 5, Taurus für Celta Vigo am 19.06.2026, 12:48

Die Antwort auf die Frage der letzten Ausgabe lautet " Nein, der neue Tabellenführer heißt überraschend Deportivo La Coruna"!
Hievte sich der Klub von Platz 4 auf Platz 1. Trainer Marvin erspielte sich mit 2 Heimsiegen und einem Unentschieden 7 Punkte. Den größten Sprung machte Granada C.F. von Platz 10 auf Platz 3.
Taurus hingegen musste sich mit zwei Niederlagen in der Fremde / 1:0 sowie 3:0, und dem Heimsieg 3:0 mit 3 Punkten begnügen.
Somit rutschte das Team von Taurus vom Platz an der Sonne auf den vorläufigen Platz 4.
Nachdenklich für Taurus ist der angewachsenen 4 Punkte Rückstand.
Um Chancen stehen gut, um diese aufzuholen bzw. zu reduzieren.
Spielt man doch zweimal zu Hause. Empfangen werden Mannschaften vom hinteren Drittel der Tabelle: Real San Sebastian (Tp. 13/16 Punkte) sowie Real Madrid (Tp. 14/12 Punkte). Auswärts geht es zum Heimstarken Team Villarreal C.F.(Tp.5/21 Punkte).
Wohin die Tendenz nach dem letzen ZAT der Hinrunde geht,  kann man nicht voraus sagen, denn in der Liga ist alles eng zusammen.....siehe Beispiel CA Osasuna: Von Platz 2 auf Platz 9 gefallen.
Überraschungen sind jederzeit möglich.
Sportredakteur Sergio Garcia 

201 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Von 2 auf 9

ZAT 5, Schnittmaschinesyro für CA Osasuna am 16.06.2026, 14:53

WOW, so war das nicht geplant. 3 Spiele und nur 1 Heimpunkt gegen.
Ein 2:2 gegen Deportivo la Coruna. 
Somit fallen wir in der Tabelle von Platz 2 auf Platz 9.
Wahnsinn wie schnell das geht.
Bei den beiden Auswärtsspielen gab es nicht für uns zu holen.
Einem 3:0 bei Athletic Bilbao folgte ein 3:0 gegen Atletico Madrid.
Am 5. Spieltag spielen wir vor unseren Fans gegen UD Ibiza.
UD Ibiza liegt auf Platz 2 mit 22 Punkten und konnten einen Sprung von Platz 6 auf 2 machen. 
Auswärts müssen wir bei Real San Sebastian um Punkte kämpfen.
San Sebastian liegt auf Platz 13 mit 16 Punkten. 
Zum Abschluss haben wir noch ein Heimspiel, wir empfangen den Tabellen , Villarreal C.F. Villarreal liegt auf Platz 5 mit 21 Punkten.

137 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Tabellenführer

ZAT 4, Taurus für Celta Vigo am 13.06.2026, 18:05

Da staunten die Fans, viele glaubten es gar nicht, denn nach dem gespielten ZAT 3 steht Celta Vigo mit Taurus an der Tabellenspitze Liga Primera Division!
Für Taurus selbst ist es nur eine Momentaufnahme, immerhin werden noch 7 ZAT ausgespielt, doch manch ein Fan träumt schon vom Meistertitel.
Taurus unterstreicht immer wieder, das man von ZAT zu ZAT sehen muss, ja sogar von Spiel zu Spiel. Man sieht aber auch, dass er mit der Mannschaft am richtigen Weg ist.
Ob der Tabellenführer nach ZAT 4 weiterhin Celta Vigo heißen wird, können wi nicht voraus sagen, muß taurus doch zwei mal in der Fremde spielen. die gegner heißen Deportico La Coruna und UD Ibiza. Auf der Insel zu bestehen ist immer schwierig.
Zu Hause empfängt man Athletico Madrid. Auch dies wird kein Selbstläufer.
Sportredakteur Sergio Garcia 

143 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Platz 3 im Nebel und trotzdem fühlt es sich nach Absturz an

ZAT 4, El Sansi für Sevilla FC am 12.06.2026, 13:07

Der Raum riecht noch genauso wie letzte Saison: ein Mix aus alten Karten, kaltem Kaffee und dieser undefinierbaren Mischung aus Hoffnung und Enttäuschung, die sich bei Sevilla offenbar schneller ansammelt als Punkte. Die Wahrsagerin sitzt wieder hinter ihrem Tisch, als wäre seit dem letzten Besuch keine einzige Saison vergangen. Vielleicht ist sie wirklich zeitlos. Vielleicht auch einfach nur schlecht darin, aufzuräumen.


El Sansi sitzt ihr gegenüber und wirkt schon beim Reinkommen so, als hätte er innerlich bereits verloren. Platz 3 in der Tabelle, 18 Punkte, punktgleich mit der Spitze, eigentlich ein Traum. Aber genau deshalb ist er hier. Weil bei Sevilla gute Ausgangslagen traditionell der Anfang von unnötigem Stress sind.


Die Wahrsagerin legt die Karten aus. Sie schaut lange drauf, länger als nötig, was nie ein gutes Zeichen ist. Dann schüttelt sie langsam den Kopf. Nicht dramatisch. Eher so, wie jemand reagiert, der schon viele ähnliche Katastrophen gesehen hat und langsam emotional abstumpft.

Sie sagt nichts sofort. Das ist schlimmer als jede schlechte Nachricht.

El Sansi fragt vorsichtig, wie es aussieht.


Sie antwortet, dass die Karten unruhig sind. Sehr unruhig. Fast so unruhig wie Sevillas Auswärtsauftritt in La Coruña, fügt sie hinzu, ohne zu blinzeln. Das 0:3 wird im Raum kurz noch einmal emotional nachgespielt, obwohl keiner es will.


Dann erwähnt sie Ibiza. Sie sagt, das sei ein Spiel, das aussieht wie Kontrolle, sich aber nicht so anfühlt. Danach San Sebastian, ein Spiel, das nach Stabilität riecht, aber oft nach Selbstsabotage endet. Und Villarreal, das laut Karten „klassisch Sevilla“ sei: gute Idee, schlechte Umsetzung, knapp daneben, viel Erklärung danach.


El Sansi versucht noch einzuwenden, dass die Tabelle trotzdem gut aussieht. Platz 3. Punktgleich mit den Besten. Alles offen.

Die Wahrsagerin schaut ihn an, lange, müde, fast mitleidig.

Sie sagt, die Tabelle sei ein Lügner mit guter Handschrift. Schön geschrieben, aber inhaltlich gefährlich. Sevilla sehe immer aus wie ein Team, das gleich durchstartet, aber genauso oft wie eines, das gleich den Motor abwürgt, bevor es überhaupt losgeht.


Im Hintergrund hört man Schritte. Oma Ana ist auch wieder da, natürlich. Sie setzt sich ohne gefragt zu werden, schaut auf die Karten und sagt sofort, dass sie die gleiche Prognose schon letztes Jahr gehört hat und sie damals schon nicht gestimmt hat, was sie aber nicht daran hindert, heute wieder genauso unzufrieden zu sein.

Pater Pedro ist auch da, niemand weiß wie lange schon. Er betrachtet die Karten und sagt, das sei keine Wahrsagerei, sondern eher ein Live-Kommentar zur aktuellen Sevilla-Saison.


Die Wahrsagerin bleibt sachlich. Sie sagt, dass noch alles möglich ist, aber dass die Energie der Mannschaft instabil ist. Dass Siege kommen können, aber nie zuverlässig bleiben. Dass jeder gute Moment sofort von einem Spiel abgelöst wird, das alles wieder relativiert.

El Sansi sitzt einfach nur da und sagt lange nichts.

Dann fragt er irgendwann, ob es wenigstens eine klare Tendenz gibt.

Die Wahrsagerin schaut wieder auf die Karten.

Sie sagt ja.

Er fragt, ob die gut ist.

Sie schüttelt den Kopf.


Und genau in diesem Moment versteht man in Sevilla wieder sehr klar, warum man hier eigentlich nur hingeht, wenn man Antworten nicht wirklich hören will.

546 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)
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